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Politik und Medien

Friedensappell von Eugen Drewermann vor dem Schloss Bellevue, Berlin, 13.12.2014

Verschwiegenes, Verharmlostes und Vertuschtes - Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger am 3.10.2014 in Mainz

Politik und Medien verantwortlich für die zunehmende Spaltung unserer Gesellschaft

Stötten, den 25.12.2014
Kommentar von Walter H. STEPHAN
 

Die montäglichen PEGIDA-Demonstrationen in Dresden mag man befürworten oder ablehnen, jedoch ist in Deutschland gemäß dem Grundgesetz jede friedliche und demokratische öffentliche Meinungs-äußerung erlaubt und zu respektieren. Beleidigende, rassistische, fremdenfeindliche und volksverhetzende Parolen haben grundsätzlich in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung und in den Demos nichts zu suchen. Wie erbärmlich der Versuch ist, eine friedliche Demo in das rechte Lager zu stellen, erfahren sie nachfolgend.

 

Erst kürzlich wurde wieder einmal deutlich, wie Medien in Deutschland mit dem Wahrheitsgehalt ihrer Informationen umgehen.  Der NDR interviewte am vergangenen Montag einen Pegida-Demonstranten, der sich über zu viele Türken in Deutschland beschwerte. Für den öffentlich-rechtlichen Sender war dies einmal mehr der Beweis, dass PEGIDA fremdenfeindlich ist. Nun kam heraus, dass der Mann in Wirklichkeit RTL-Reporter Felix Reichstein war und den Auftrag hatte diese friedliche Demo zu denunzieren. Wenn Journalisten in Deutschland schon mittlerweilen 17.500 demonstrierende Menschen mit pauschalierenden Beschreibungen ("wirre Gedankengänge", "Neonazi-Aufmärsche" oder "Fremdenfeindlichkeit") verunglimpfen, ist es absolut verständlich, dass PEGIDA sich von solchen Medien abschottet und diese als „LÜGENPRESSE“ bezeichnet. Auch Politiker die bewusst oder auch unbewusst diesen Zustand (Volksverdummung mit Hilfe der Medien) herbeigeführt haben kommen nicht gerade glimpflich davon, denn sie werden als verlogen und bürgerfremd bezeichnet.

 

Wie es der Anschein erweckt, ist der Großteil der Medien ihrer journalistischen Verpflichtung - gemäß eigener definierter berufsethischer Grundsätze (die Menschen zu informieren, politisch zu bilden und aus ihnen konstruktiv-kritische und mündige Bürger zu machen) in all den Jahren nicht nachgekommen und somit für den politischen Bildungsstand der Menschen und dieser Fehlentwicklung maßgeblich mitver-antwortlich.

 

Beweise gibt es hierfür zur Genüge, ob die über Jahre nach unten manipulierten Arbeitslosenzahlen, oder die mediale Unterstützung der Politik, Bürger gegeneinander aufzuhetzen (wie Junge gegen Rentner, Single gegen Familien, Gesunde gegen Kranke, Dicke gegen Dünne und vieles mehr). Auch für das Schwarz - Weis denken wie "Iraker sind böse, US-Amerikaner sind gut", "Russland ist böse, die Ukraine ist gut", "Palästinenser sind böse, Juden sind gut", tragen diese Medien nach wie vor Verantwortung und ignorieren nach wie vor die Berichterstattung von gesellschaftlichen, politischen oder finanziellen Fehlentwicklungen durch die Politik.

 

Durch diese Entwicklung droht eine Spaltung in der Gesellschaft. Ein Teil wird Journalisten nicht mehr zuhören, wird deren Texte und Interviews nicht mehr lesen und sich anderen Informationsquellen zuwenden. Der andere Teil wird weiterhin die Sondierung der täglichen, teils informativlosen  Informationsflut den Journalisten überlassen und sich durch diese bilden bzw. berieseln lassen.

 

Durch die täglich gezielten Fehl- und auch Falschinformationen, sowie die Vereinheitlichung der Berichterstattung durch politische Netzwerke, kommt es unweigerlich zu gesellschaftlichen Spannungen, die sich mit Sicherheit auch über PEGIDA entladen werden.

 

Das schöne daran ist zu erwähnen, dass ein Grundrecht - das Demonstrationsrecht - letztendlich als Katalysator dieser Entwicklung dient, um der Einheitspresse den Spiegel „der nicht vorhandenen Pressefreiheit in Deutschland“ vor Augen zu halten.